Wir alle wollen ein schönes Lächeln. Dank moderner Zahnmedizin haben wir dafür einige Optionen. Zahnbleaching Produkte gibt es als Zahnpasten, Spülungen, Bleaching-Streifen, Kaugummi oder Gels. Es gibt Mittel, die jeder zu Hause anwenden kann, andere sollten nur unter zahnärztlicher Aufsicht verabreicht werden. Wir werfen einen genauen Blick auf diese Produkte und deren Inhaltsstoffe, zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile und Risiken und welche Fehler Sie besser nicht machen sollten.

Zahnaufhellung

Warum sind Zahnaufhellungen so beliebt?

Im Laufe der Jahre verändern sich die Zähne in Form und Aussehen erheblich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Gebiss im Alter von 70 Jahren genauso aussieht wie im Alter von 20 Jahren. Die meisten dieser Veränderungen sind das Ergebnis des normalen Verschleißes, dem die Zähne über die gesamte Lebensdauer ausgesetzt sind. Veränderungen in der Zahnfarbe sind mit der Zeit unvermeidlich. Es gibt zahlreiche Faktoren, die dazu führen, dass beeinflussen sowohl die Farbe als auch die Helligkeit der Zähne.

Zahnaufhellung ist aus vielen Gründen beliebt. Mit einem natürlich weißeren Lächeln fühlen Menschen sich großartig und ästhetisch ansprechend. Es hilft ihnen, ihr Aussehen zu verbessern, ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu erhöhen und einen guten Eindruck auf andere zu machen. Zahnaufhellung ist auch ein relativ einfacher und kostengünstiger Prozess, im Gegensatz zu anderen Verfahren der kosmetischen Zahnmedizin. In Anbetracht der Kosten, Ergebnisse und Zufriedenheit, ist Zahnaufhellung eines der beliebtesten kosmetischen Verfahren in der Welt.

Seit Jahrtausenden haben sich die Menschen ihre Zähne gebleicht. Die alten Ägypter verwendeten eine Creme aus Ochsenhufen gemischt mit gebrannter Eierschale, Bimsstein und Wasser, um ihre Zähne aufzuhellen. Der Gerechtigkeit halber muss erwähnt werden, dass damals sich nur reiche Menschen eine Zahnaufhellung leisten konnten. Die Römer fügten sogar Urin hinzu, obwohl sie nicht wissen konnten, dass es der Ammoniak war, der ihre Zähne aufhellte. Die Griechen verwendeten Zahnaufheller, ebenso die Europäer der Renaissance. Im Wesentlichen bestanden die Mittel aus dem  Äquivalent des heutigen Bleichmittels Clorox. Das sorgte für einige Zeit für weiße Zähne, aber es fraß auch den Zahnschmelz weg, was dann zur Zahnfäule führte.

Im Gegensatz zu früheren Bleaching-Methoden sind die heutigen Behandlungen viel sicherer und erzielen bessere Ergebnisse – mit weitaus weniger schädlichen Nebenwirkungen.

Warum verfärben sich Zähne überhaupt?

Unsere Zähne brauchen Pflege und Aufmerksamkeit wie jeder andere Teil des Körpers. Im Laufe der Zeit können sich die Zähne durch den ständiges Gebrauch verfärben und stumpf und gelb werden. Manchmal geschieht das auch aufgrund einer Krankheit oder durch genetische Einflüsse. Die Zähne putzen hilft, sie gesund und sauber zu halten, was aber nicht unbedingt weiß und glänzend sein muss.

Meistens verfärben sich Zähne aus physikalischen Ursachen. Zähne können durch Rauchen, Medikamente, Tee, Kaffee, Zigaretten und andere Tabakprodukte gefärbt werden. Selbst alkoholfreie Getränke wie Cola können Flecken auf den  Zähnen verursachen.

Für die Farbe der Zähne sind außerdem genetische Bedingungen verantwortlich. Wer Glück hat wird mit einem Satz schöner und weißer Zähne geboren. Menschen mit genetischen Problemen haben Zähne, die manchmal gelb oder verfärbt erscheinen. Das Aussehen ist normalerweise eine Folge der Farbe im Dentin (Zahnbein).

Gelbe oder verfärbte Zähne sehen hässlich aus und beeinträchtigen das Aussehen und die Persönlichkeit. Zahnaufhellung kann Menschen helfen, ihre natürlich weißen Zähne zurück zu bekommen.

Die zwei Methoden der Zahnaufhellung

Jedes Jahr gibt es mehr Produkte, die helfen sollen, die menschlichen Zähne aufzuhellen. Dabei gibt es wirklich nur zwei wissenschaftliche Ansätze für ein strahlenderes Lächeln: das eine ist die Fleckenentfernung auf der Zahnoberfläche und das andere ist die Innenbleichung.

Die Entfernung der Flecken auf der Zahnoberfläche geschieht durch die Verwendung von Schleif- und Reinigungsmittel mit speziellen Inhaltsstoffen. Diese Mittel reiben die Zahnoberfläche, so dass sie sauberer und weißer aussieht. Zahncremes und Reinigungsmittel entfernen die Flecken an der Zahnaußenseite. Werden diese Fleckenentferner täglich oder mehrmals verwendet, bilden sich keine neuen Flecken auf der Oberfläche und die Zähne sehen nach einer gewissen Zeit weißer aus. Wenn keine Zahnprobleme vorliegen, ist die Methode der Entfernung von Oberflächenflecken kostengünstig und effektiv. Die Bleichwirkung ist jedoch nicht von langer Dauer. Wer noch bessere Ergebnisse wünscht, hat die Freiheit es mit einer Bleichung probieren.

Das Bleaching oder die Innenbleichung (https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0033-1358048) erzielt je nach Anwendungsdauer eine große Farbveränderung. Das geschieht, wenn ein Bleichmittel auf den Zahn aufgetragen wird. Heute werden dazu meistens Carbamidperoxid (aus Harnstoff) und Wasserstoffperoxid verwendet. Diese beiden Wirkstoffe sind effektive und wirksame Wasserstoffverbindungen, die in geringer Konzentration auch in rezeptfreien Produkten zu finden sind. Der freie Verkauf von Bleaching-Produkten mit einer Wasserstoffperoxid-Konzentration von mehr als sechs Prozent ist seit 2012 verboten.

Wasserstoffperoxid wird für leistungsstärkeres Bleichen verwendet, wie sie von Zahnärzten professionell durchgeführt werden. Zähne mit Füllungen und Kronen sollten überhaupt nicht gebleicht werden, da die verwendeten Materialien ihre Farbe ohnehin nicht ändern oder unschöne Flecken zurückbleiben. Bleaching sollte nur bei guter Mundgesundheit durchgeführt werden. Jede Bleaching-Behandlung kann zu Beschwerden führen wenn nicht gut auf das Zahnfleisch und die Zähne geachtet wird. Der Gerechtigkeit halber muss gesagt werden, dass die Wirkung einer Innenbleichung etwa zwei Jahre anhält.

Wann eine Aufhellung sinnvoll sein kann

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin (https://www.dgaez.de/patienten/ratgeber.html) informiert Patienten ausführlich über aktuelle Fragen der Zahnmedizin. Studien zeigen, dass Menschen mit weißen und glänzenden Zähne zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen tendieren. Weiße Zähne lassen Menschen oft jünger aussehen lassen als Menschen mit gelben Zähnen.

Zusätzlich zu den ästhetischen Gründen entwicklen Menschen mit weißen Zähnen bessere Mundpflegegewohnheiten, wie zum Beispiel:

  • Ein größeres Bewusstsein für ihre Zähne und die Notwendigkeit, ihre Mundhygiene routinierter zu gestalten, einschließlich täglicher Pflege und routinemäßiger professioneller Reinigung.
  • Sind offen für weitere kosmetische Zahnbehandlungen einschließlich Ersatz von Restaurationen, Brücken und Kronen etc.
  • Typischerweise haben diese Menschen auch ein gesünderes Zahnfleisch und einen frischeren Atem.,

Welche Produkte für die Zahnaufhellung gibt es überhaupt?

Wer sich dafür entscheidet, die Zähne in eigener Regie aufzuhellen, hat die Auswahl von Dutzenden Produkten, die in Drogeriegeschäften, Apotheken oder Online erhältlich sind. Die Zuhause verwendeten Bleich- und Scheuermittel erfordern keine zahnärztliche Überwachung, da die Konzentration der Bleichmittel eher gering ist und kaum ein Risiko von Verletzungen oder Missbrauch besteht. Die Auswahl besteht aus speziellen Zahncremes, Aktivkohle, Stripes, Spülungen, Stifte, Gel und Puder.

In einer Studie der LMU München wurde Homebleaching-Produkte (https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1956/) getestet. Bei allen Produkten wurde eine signifikante Zahnaufhellung festgestellt. Selbst 24 Monate nach der Anwendung hatte sich der Bleicheffekt nur geringfügig verringert. Bei keinem der Probanden konnte eine Schädigung durch die Behandlung festgestellt. Allerdings ist eine gründliche Untersuchung die Voraussetzung für eine gelungene Bleichbehandlung. Auch die Verbraucher Webseite TOPY (https://www.topy.net/bestes-zahnbleaching/) hat in ihrer Untersuchung der Zahnbleaching Sets herausragende Ergebnisse festgestellt.

Eine professionelle Zahnbleichung kann nur von einem Zahnarzt durchgeführt werden. Zum Bleichen stehen dem Arzt eine Vielzahl von Techniken zur Verfügung. Außerdem ist die Konzentration der Bleichmittel höher, so dass eine bessere Wirkung erzielt werden kann. Die höhere Konzentration erfordert jedoch eine Überwachung der Anwendung, um  Verletzungen, Missbrauch oder Unwohlsein auszuschließen.

In einem anderen professionellen Verfahren wird ein Laser zur Zahnaufhellung eingesetzt. Die Behandlung beginnt mit einer gründlichen Reinigung der Zähne mit einem Wasserstoffperoxid-basierten Gel. Dieses Gel wird in verschiedenen Konzentrationen zwischen 25 und 40 Prozent verwendet. Danach verwendet der Zahnarzt eine spezielle LED-Lichtquelle, um ein besseres Eindringen des Gels in das Zahnfleisch zu gewährleisten.

Die Zahnbleichung mit dem Laser dauert Stunden und die Kosten variieren in Abhängigkeit von der Dauer des Behandlungsprozesses. Meistens sind mehrere Behandlungen in der Zahnarztpraxis erforderlich, bis das gewünschte Behandlungsergebnis erreicht ist. Für die Zahnbehandlung gibt es unterschiedliche Laserarten, welches Gerät verwendet wird hängt vom Urteil des Arztes ab.

Trotz der Vielzahl an Cemes, Kits, Streifen oder anderer Verfahren, verwenden viele Menschen zum Aufhellen der Zähne sogenannte Hausmittel. Dazu gehören:

  • Zitronensaft
  • Erdbeeren
  • Äpfel
  • Backpulver
  • Holzasche
  • Meersalz
  • Milch, Joghurt, Käse
  • Wasserstoffperoxid
  • Essig

Alle diese Hausmittel enthalten Wirkstoffe zum Aufhellen der Zähne. Frei von Nebenwirkungen sind sie jedoch auch nicht.

Risiken und Nebenwirkungen

Risiken der ZahnaufhellungDoch wie alle guten Dinge hat auch die Zahnaufhellung ihre Nachteile. Menschen, die sich für Zahnaufhellung entschieden haben, sollten mit verschiedenen Komplikationen rechnen, die von leichten Irritationen bis hin zu starken Schmerzen reichen.

In ihrer Begeisterung für ein auffälliges Hollywood-Lächeln, stürzen sich die meisten Menschen auf das Zähnebleichen, ohne zu bedenken, das diese Verfahren auch negative Auswirkungen haben können. Obwohl das Aufhellen oder Bleichen der Zähne nicht sehr gefährlich ist, kann es Probleme verursachen. Eine Zahnaufhellung kann indirekte Auswirkungen auf Zahnschmelz und Zahnfleisch haben. Bei der Verwendung von Hausmitteln ist man auf die saure Wirkung bestimmter Früchte angewiesen. Diese Säure kann den Zahnschmelz der Zähne verschlechtern und den Zustand der Zähne sogar verschlechtern.

Beim Einsatz von frei verkäuflichen Bleichmitteln kann verlängertes Bleichen zu schweren Reizungen von Zähnen und Zahnfleisch führen. Zahnaufhellungsprodukte enthalten Chemikalien wie Wasserstoffperoxid und Carbamidperoxid, die in der richtigen Konzentration und Menge verwendet werden müssen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Menschen, die Zahnweißprodukte zu Hause verwenden, achten oft nicht auf ihre korrekte Verwendung. Auch die Zahnaufhellung sollte unter der Aufsicht eines Experten erfolgen. Ein Zahnarzt ist für dieses Thema die richtige Person. Wenn man sich an die Hinweise des Zahnarztes hält, ist eine Zahnaufhellung harmlos. Gefährlich ist es nur, Produkte für die Zahnaufhellung zu kaufen, ohne die Packungsbeilage zu lesen.

In erster Linie können die Chemikalien, welche die Zahnaufhellungsprodukte verwenden, Reizungen des empfindlichen und weichen Gewebes im Mund verursachen. Wenn die Zahnbleichung in einer Zahnarztpraxis durchgeführt wird, kümmert sich der Zahnarzt um mögliche Probleme. Er platziert eine Barriere, die verhindert, dass die Chemikalien mit dem Zahnfleisch oder der Mundhöhle in Kontakt kommen. Nach einer Behandlung berichten viele Menschen außerdem von einer verlängerten und erhöhten Empfindlichkeit ihrer Zähne gegenüber heißen und kalten Getränken wie Kaffee oder Cola. Auch Zahnfleischreizungen sind nicht ungewöhnlich. Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Zahnaufhellungsprodukt von den Patienten verschluckt wird und Übelkeit, Erbrechen oder Brennen verursacht.

Durch die Aufhellung werden Zahnkronen, Brücken oder Porzellan von den Bleichmitteln nicht beeinflusst. Sie behalten ihre Standardfarbe. Das kann allerdings zu unterschiedlichen Zahnfarben führen.

Manche Menschen spontane stechende Schmerzen, die während oder nach der Aufhellung auftreten. Das betrifft seltener Menschen mit gesundem Zahnfleisch und Zähnen, dafür umso häufiger bei Menschen mit Zahnfleischschwund, gebrochenen Zähnen, schwachem oder dünnem Schmelz oder einer fehlerhaften Restauration.

Auch die Zahndehydration (Austrocknung) ist eine häufige Nebenwirkung bei den meisten Zahnbleichbehandlungen. Am häufigsten tritt die Austrocknung jedoch bei Laser-Aufhellungssystemen auf. Zähne und Zahngewebe weisen einen bestimmten Wassergehalt auf, der durch die Wärme des Bleichens verdampft. Bei der Rehydrierung können die Zähne innerhalb weniger Tage wieder eine dunkle Farbe annehmen. Einige Bleaching-Methoden versuchen deshalb die Dehydration zu minimieren.

Mit welchen realistischen Ergebnissen ist zu rechnen?

Die Antwort auf diese Frage variiert von Person zu Person und ist abhängig von Alter, Hautfarbe, Augenfarbe und persönlichen Vorlieben. Doch es gibt dafür eine gute Faustregel: Die Weiß der Augen sollte der Farbe der Zähne entsprechen. Zusätzlich sind Alter und Geschlecht berücksichtigen. Zähne verdunkeln sich auf natürliche Weise, wenn wir älter werden, daher kann es für ältere Menschen unnatürlich erscheinen, einen zu weißen Farbton auszuwählen. Frauen haben bei der Farbauswahl mehr Spielraum als Männer. Was bei einer Frau wirkt, mag bei einem Mann wieder unnatürlich aussehen. Der Zahnarzt ist der beste Helfer für eine gelungene Farbauswahl. Er wird Ihre Präferenzen berücksichtigen und Ihnen helfen, eine sinnvolle und attraktive Aufhellung zu erreichen.